Wechsel der Knieprothese

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe und das Vorgehen beim Wechsel von Knieprothesen.

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Trotz der guten Langzeitergebnisse hinsichtlich der Implantation von Knieprothesen gibt es einige Patientinnen und Patienten mit anhaltenden Schmerzen. In diesem Fall kann ein Endoprothesenwechsel erforderlich werden, d.h. das bereits implantierte Kniegelenk (Teil- oder Totalendoprothese) wird durch eine neue Prothese ersetzt.  

Was sind die Gründe für den Wechsel einer Knieprothese?

Lockere Knieprothese mit schwerem Metallabrieb und O-Bein Fehlstellung
Lockere Knieprothese mit schwerem Metallabrieb und O-Bein Fehlstellung
  • Lockerung der Knieprothese
  • Infektion
  • Verschleiß der Gleitflächen
  • Instabilität des Kniegelenks durch Schwäche des Bandapparates
  • Bewegungseinschränkungen
  • Biomechanische Fehlfunktion
  • Instabilität oder Schmerzen der Kniescheibe

Wie wird eine Wechseloperation diagnostiziert?

Um herauszufinden, ob ein Wechsel der Knieprothese erforderlich ist, wird ein international anerkanntes Konzept angewendet. Dieses, vom Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, entwickelte Konzept basiert auf einem wissenschaftlich fundierten Algorithmus, der eine effiziente und patientenindividuelle Diagnostik ermöglicht.

Notwendige Untersuchungen:

  • Blutuntersuchungen
  • Analysen der Gelenkflüssigkeit
  • Tests mittels zwei- und dreidimensionalen bildgebenden Verfahren
  • Gelenkspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben und mikrobiologischer sowie histologischer Untersuchung

Wie läuft der Wechsel der Knieprothese ab?

Röntgenbild, dass ein Knie nach dem Wechsel der Prothese zeigt.
Knie nach dem Wechsel der Prothese

Abhängig von der Ursache, erfolgt der Austausch der Prothese meist mittels eines einmaligen Eingriffs. Nach Explantation der schmerzhaften Prothese wird das neue Implantat eingesetzt. Ist eine Infektion für die Beschwerden verantwortlich, muss der Prothesenwechsel häufig in zwei Schritten erfolgen.

Nach der Operation
Die weitere Behandlung nach der OP richtet sich nach der Art und Weise des Eingriffs. In der Regel kann bereits am ersten Tag nach der Operation das Bein voll belastet werden. Dennoch ist eine physiotherapeutische Weiterbehandlung bereits während des stationären Aufenthalts erforderlich, um den vollen Bewegungsumfang des Knies wieder herzustellen.

Nachbehandlung
Nach dem Aufenthalt im Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie sind weitere Rehamaßnahmen (sog. Rehabilitationsmaßnahmen oder eine Anschlussheilbehandlung) notwendig. Nach umfassender Beratung erfolgt die Beantragung der Reha durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialdienstes der Charité

Wie lange dauert die Behandlung?

Der stationäre Aufenthalt ist abhängig von der Komplexität des Eingriffs und wird individuell dem Genesungsprozess angepasst.