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20.06.2014

Charité-Ärzte nähen abgetrennten Oberarm erfolgreich wieder an

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© Gudath/CharitéUniversitätsmedizin Berlin 2014

Erstversorgung durch Rettungsmediziner bot optimale Voraussetzungen.

In einer rund siebenstündigen Operation konnte der Oberarm eines 30-jährigen Patienten am Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie (CMSC) erfolgreich replantiert werden. Der rechte Arm war acht Zentimeter oberhalb des Ellenbogens abgetrennt. Das Team um Prof. Dr. Björn Dirk Krapohl (Plastischer Chirurg), Dr. Sven Märdian (Oberarzt) und PD Dr. Alexander Disch (Sektionsleiter Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie gelang die seltene Makroreplantation. Dabei war die Erstversorgung durch die Rettungsmediziner eine optimale Voraussetzung für den Erfolg der OP. "Dreieinhalb Stunden nach dem Unfall war der Arm wieder durchblutet", erklärte Prof. Dr. Norbert Haas, Direktor des CMSC.

Die Heilung des Patienten verläuft bislang optimal und er kann den Arm wieder bewegen. In einer weiteren Operation folgte inzwischen eine Hauttransplantation. Für die volle Funktionsfähigkeit der Hand und der Finger müssen dem Patienten noch Nervenbahnen transplantiert werden. Die Mediziner gehen davon aus, dass es mehr als zwei Jahre dauern wird, bis die Nerven gewachsen sind und der Patient seine Hand und die Finger wieder bewegen kann.



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