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07.11.2018

Herausragende Arbeiten zu Orthopädie und Unfallchirurgie gewürdigt

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PD Dr. Johannes Keller (2.v.r.) mit den drei DKOU-Präsidenten Dr. Gerd Rauch, Prof. Dr. Dr. Werner Siebert und Prof. Dr. Joachim Windolf (v.r.n.l.), Foto: Intercongress
PD Dr. Johannes Keller (2.v.r.) mit den drei DKOU-Präsidenten Dr. Gerd Rauch, Prof. Dr. Dr. Werner Siebert und Prof. Dr. Joachim Windolf (v.r.n.l.), Foto: Intercongress
Dr. Claudia Schlundt (2.v.r.) mit den drei DKOU-Präsidenten Dr. Gerd Rauch, Prof. Dr. Dr. Werner Siebert und Prof. Dr. Joachim Windolf (v.r.n.l.), Foto: Intercongress
Dr. Claudia Schlundt (2.v.r.) mit den drei DKOU-Präsidenten Dr. Gerd Rauch, Prof. Dr. Dr. Werner Siebert und Prof. Dr. Joachim Windolf (v.r.n.l.), Foto: Intercongress

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat zwei Forschende der Charité für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie ausgezeichnet. Privatdozent (PD) Dr. Johannes Keller vom Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie am Campus Virchow-Klinikum wurde mit dem Hans-Liniger-Preis geehrt. Der diesjährige Promotionspreis ging an Dr. Claudia Schlundt vom Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration.

Damit gingen zwei von drei Preisen, die die DGU alljährlich zur Förderung der unfallchirurgischen Forschung auslobt, in diesem Jahr an die Charité. Die beiden Auszeichnungen wurden im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) verliehen, der vom 23. bis 26. Oktober in Berlin stattfand.

PD Dr. Keller hat in seiner Studie Mechanismen der Kommunikation und Regulation im Knochenstoffwechsel auf zellulärer, molekularer und klinischer Ebene untersucht. Dabei hat er wegweisende Entdeckungen dazu gemacht, welche Rolle eine Reihe von spezifischen Signalmolekülen für einen gesunden Knochenstoffwechsel spielen. Die Studienergebnisse erweitern das Verständnis zentraler Mechanismen des Knochenstoffwechsels und geben weitere Ansatzpunkte für neue Therapieformen von Erkrankungen des Skelettsystems wie beispielsweise der Osteoporose. Der Hans-Liniger-Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist mit 10.000 Euro dotiert.

Dr. Schlundt erhielt die Würdigung für ihre Dissertation „Impact of the adaptive immune system in bone fracture healing“. In der Studie hat die Biologin am Tiermodell untersucht, welchen Einfluss bestimmte T-Zellen, die eine überschießende Reaktion des Immunsystems unterdrücken, auf den Heilungsprozess von Knochen haben. Die Wissenschaftlerin konnte zeigen, dass diese sogenannten regulatorischen T-Zellen das Potenzial haben, die Knochenheilung abhängig vom allgemeinen Immunstatus zu verbessern. Die Ergebnisse der Arbeit machen deutlich, wie wichtig es für den Erfolg von immuntherapeutischen Behandlungsansätzen ist, im Vorfeld den individuellen Immunstatus von Patienten zu analysieren, um eine gegenteilige Wirkung zu verhindern. Der Promotionspreis der DGU ist mit 2.500 Euro dotiert.



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