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12.11.2015

Maximilian Kerschbaum erhält Forschungsförderung

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Foto: ©Ingo Schwarz
Foto: ©Ingo Schwarz

Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. fördert Forschungsprojekt zur Frozen-Shoulder.

Maximilian Kerschbaum, Assistenzarzt in Weiterbildung am Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, erhält von der Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. eine Forschungsförderung in Höhe von 9.600 Euro.

Zusammen mit seinem klinischen Kollegen Univ.-Prof. Dr. Markus Scheibel (Leitender Arzt der Sektion für Schulter- und Ellenbogenchirurgie) erhält er die Förderung für sein Projekt "Arthroskopische Arthrolyse mit oder ohne Tenodese der langen Bizepssehne bei primärer adhäsiver Kapsulitis".

Die primäre adhäsive Kapsulitis, auch Frozen-Shoulder genannt, ist ein Krankheitsbild, welches sich insbesondere durch eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des betroffenen Schultergelenkes auszeichnet. Ein etabliertes Verfahren zur Therapie einer Frozen-Shoulder ist dabei die arthroskopische (Schlüssellochoperation) Arthrolyse (Schulterkapselspaltung), um so die Beweglichkeit und Funktion der Schulter wieder herzustellen.

Auch die lange Bizepssehne, als Teil der Gelenkstruktur der Schulter, kann bei einer Frozen-Shoulder mitbetroffen sein und die Symptomatik erheblich verschlimmern. Inwieweit die operative Adressierung der langen Bizepssehne eine Auswirkung auf das klinische und funktionelle Ergebnis der Behandlung einer Frozen-Shoulder hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geklärt.

Daher sollen in dem klinischen Projekt die Zusammenhänge des Krankheitsbildes der Frozen-Shoulder und der Mitbetroffenheit der langen Bizepssehe geklärt werden. Dazu wird bei der arthroskopischen Arthrolyse auch eine Tenodese der langen Bizepssehne durchgeführt. Eine Tenodese beschreibt dabei die Versetzung der langen Bizepssehne mittels einer einfachen Durchtrennung der Sehne an ihrem Ankerpunkt und einer nachfolgenden Befestigung am Oberarmkopf. Als Vergleich dient eine Gruppe von Patienten, die sich nur einer arthroskopischen Arthrolyse zur Behandlung der Frozen-Shoulder unterziehen. Der Verlauf der Heilung beider Patientengruppe wird in regelmäßigen postoperativen Untersuchungen klinisch gemessen und ausgewertet.

Neben dem vorrangigen Ziel, ihren Mitgliedern und allen arthrosebetroffenen Menschen auf breiter Front zu helfen und beizustehen, fördert die Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. auch die wissenschaftliche und klinische Erforschung der Arthrosekrankheit, ihrer Vorbeugung, Erkennung und Behandlung. Der gemeinnützige Verein fördert deshalb seit Jahren mit Nachdruck wichtige Forschungsprojekte und arbeitet dabei mit renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen.



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