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13.12.2018

Mediziner des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie und Julius Wolff Instituts erhalten AE Wissenschaftspreise

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Dr. Viktor Janz (links), Priv.-Doz. Dr. Tobias Winkler (rechts)
Dr. Viktor Janz (links), Priv.-Doz. Dr. Tobias Winkler (rechts)

Die AE - Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik hat zwei forschende Ärzte der Charité - Universitätsmedizin Berlin für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie gewürdigt. Priv.-Doz. Dr. Tobias Winkler vom Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien und dem Julius Wolff Institut wurde mit dem Wissenschaftspreis 2018 für angewandte Forschung geehrt. Der diesjährige Wissenschaftspreis für Grundlagenforschung ging an Dr. Viktor Janz vom CMSC.

Priv.-Doz. Dr. Winkler untersuchte in seiner Studie „Immunomodulatory placental-expanded, mesenchymal stromal cells improve muscle function following hip arthroplasty” den Einfluss von Stammzell-Injektionen (PLX-PAD) bei Muskelverletzungen im Zusammenhang mit hüftendoprothetischen Operationen. Obwohl Skelettmuskelverletztungen häufig bei prothetischen Eingriffen auftreten und mit Funktionsdefiziten einhergehen, gibt es bisher in der Medizin keine regenerativen Behandlungsmethoden. Mit seiner Forschungsarbeit verfolgt der Oberarzt und Forscher der Charité das Ziel, diese Lücke zu schließen. Seine Phase I/IIa Studie zeigt, dass die Gabe von PLX-PAD-Zellen in den Muskel die Stärke und das Volumen der verletzten Skelettmuskulatur nachhaltig verbessert und somit die Heilung positiv beeinflusst.

Dr. Viktor Janz erhielt die Würdigung für seine Arbeit „Rapid detection of periprosthetic joint infection using a combination of 16s rDNA polymerase chain reaction and lateral flow immunoassay”. In seiner Pilotstudie entwickelte der Facharzt eine zuverlässige Testmethode (16s rDNA Test), die es während Wechseloperationen von Hüft- oder Knieprothesen ermöglicht die Gelenkflüssigkeit auf bestimmte Bakterien zu untersuchen. Auf diese Weise können bereits während der OP, innerhalb von 25 Minuten, Protheseninfekte ausgeschlossen oder nachgewiesen werden. Bisher werden Bakterienstämme im Labor mittels zeitlich anspruchsvolleren mikrobiologischen Kulturen bestätigt. Das neue Testverfahren kann die Behandlung von Patienten positiv beeinflussen, da sich das medizinische Vorgehen bei Wechseloperationen an dem Testergebnis ausrichtet.

Die Wissenschaftspreise für Grundlagen- und angewandte Forschung der AE werden einmal im Jahr für herausragende Arbeiten mit eindeutigem Bezug zur Endoprothetik verliehen. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen des 20. AE-Kongresses überreicht, der vom 7. bis 8. Dezember in Düsseldorf stattfand. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. 



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