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18.03.2019

Privatdozent Dr. Philipp Moroder erhält amerikanischen Neer Award

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PD Dr. Philipp Moroder
PD Dr. Philipp Moroder

Die Amerikanische Gesellschaft für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (ASES) hat Privatdozent (PD) Dr. Philipp Moroder vom Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie mit dem renommierten Neer Award geehrt. Der Neer Award ist nach dem Gründungsvater der modernen Schulterchirurgie Charles S. Neer (1917-2011) benannt und stellt eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in der Schulterchirurgie dar. Die Preis wurde im Rahmen des Jahreskongresses der American Academy of Orthopaedic Surgeons verliehen, der vom 12. bis 16. März in Las Vegas, USA stattfand.

Der Mediziner der Berliner Charité verglich in seiner Studie „Latarjet Procedure versus Iliac-Crest Bone Graft Transfer for Treatment of Anterior Shoulder Instability with Glenoid Bone Loss:

a Prospective Randomized Trial” zwei operative Behandlungsmethoden zur Versorgung von Patienten mit vorderer Schulterinstabilität bei bestehendem Knochenverlust an der Gelenkpfanne.
Die Latarjet-Methode beschreibt ein Verfahren, bei dem der sogenannte Rabenschnabelfortsatz des Schulterblattes, auch Coracoid genannt, und anliegende Sehnen zur Stabilisation der Schulter verwendet werden. Dabei wird das Coracoid an die vordere Gelenkpfanne transferiert und mit Schrauben fixiert. Beim Iliac-Crest Bone Graft (ICBGT), auch Beckenkammspan genannt, wird hingegen ein Knochenstück am Beckenkamm entnommen und in einer Press-Fit-Technik am vorderen Pfannenrand eingefalzt ohne Zuhilfenahme von Implantaten. Beide Techniken zeigten in zahlreichen Studien sehr gute Ergebnisse, jedoch verblieb die Überlegenheit einer Technik über die andere ein viel diskutiertes Thema unter Experten auf zahlreichen Kongressen.

PD Dr. Moroder und sein Team stellten im Rahmen der 60 Teilnehmer großen, randomisierten Studie diese beiden anerkannten Behandlungsmethoden gegenüber. Mit dem Ziel die Patientenversorgung zu verbessern, wurden u.a. das Schmerzlevel, die Beeinträchtigung bei Arbeit und Sport, mögliches wiederkehrendes Auskugeln der Schulter, der Bewegungsradius und die Belastbarkeit untersucht. Das Ärzteteam um den Oberarzt und Sektionsleiter der Schulter- und Ellenbogenchirurgie fand heraus, dass beide Operationstechniken in klinischer und radiologischer Hinsicht zu ähnlichen Behandlungsergebnissen führen. Unterschiede waren lediglich im Hinblick auf die schlechtere Innenrotationsfähigkeit der Schulter beim Einsatz der Latarjet-Methode und die Berührungs- und Drucksensibilität der Haut im Bereich des Beckenkamms beim ICBGT-Verfahren nachweisbar.  

Privatdozent Philipp Moroder ist seit 2016 am Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin tätig. 2018 übernahm er als Oberarzt die Leitung der Abteilung Schulter- und Ellenbogenchirurgie.

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